Eigenen KI-Assistenten erstellen: Custom GPT, Gem & Co.
Einen eigenen KI-Assistenten erstellen Sie, indem Sie einem KI-Chatbot (z. B. ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot) einmal feste Anweisungen, gute Beispiele und Ihr Fachwissen mitgeben. Danach erledigt er eine wiederkehrende Aufgabe auf Knopfdruck und in gleichbleibender Form, ohne dass Sie programmieren müssen. Im Herbst 2026 ändern sich bei zwei Anbietern die Formate: OpenAI stellt die bekannten Custom GPTs ein, Google stellt Gems auf Skills um. Das Prinzip bleibt dasselbe.
Von Roman Martens, Zertifizierter KI-Manager (IHK) · Aktualisiert am 7. Oktober 2026 · 9 Min. Lesezeit
Inhalt (9 Abschnitte)
- Was ist ein eigener KI-Assistent?
- Wann lohnt sich ein eigener Assistent?
- Eigenen KI-Assistenten erstellen: Schritt für Schritt am Beispiel Exposé
- Zwei weitere Beispiele
- Gute Anweisungen schreiben: Rolle, Aufgabe, Format, Ton, Grenzen
- Plattformen im Vergleich (Stand Oktober 2026)
- Datenschutz: Was nicht in den Assistenten gehört
- Grenzen: Halluzinationen und Prüfpflicht
- Checkliste: So starten Sie
Kurzüberblick
- Ein KI-Assistent ist eine gespeicherte Arbeitsanweisung mit Beispielen und Wissen in Ihrem gewohnten KI-Chatbot.
- Er lohnt sich für Aufgaben, die regelmäßig und nach demselben Muster anfallen.
- Gute Anweisungen bestehen aus fünf Bausteinen: Rolle, Aufgabe, Format, Ton und Grenzen.
- Personenbezogene Daten gehören nicht in die Wissensdateien, und jedes Ergebnis prüft ein Mensch.
- Sichern Sie Anweisungen und Dateien in einem eigenen Dokument, denn die Formate der Anbieter ändern sich gerade.
Was ist ein eigener KI-Assistent?
Ein eigener KI-Assistent ist eine gespeicherte Einstellung in einem KI-Chatbot. Sie legen einmal fest, wie der Chatbot eine bestimmte Aufgabe erledigen soll, und geben ihm Beispiele und Unterlagen mit. Jeder neue Chat mit dem Assistenten startet dann mit diesem Wissen, Sie müssen den langen Prompt nicht jedes Mal neu eintippen.
Das KI-Modell selbst wird dabei nicht neu trainiert. Der Assistent nutzt dasselbe Sprachmodell wie der normale Chat, bekommt aber zusätzlich Ihre Anweisungen und Ihr Material, ähnlich einer Einarbeitungsmappe für eine neue Kollegin.
Jeder Anbieter nennt das anders. In ChatGPT gibt es Projekte, Skills und Plugins, in den Business-Tarifen außerdem Workspace-Agenten. Die bekannten Custom GPTs werden eingestellt. Google Gemini nennt seine Assistenten Gems und stellt sie derzeit auf Skills um. In Microsoft Copilot heißen sie Agenten und entstehen im Agent Builder.
Wann lohnt sich ein eigener Assistent?
Ein Assistent lohnt sich, wenn eine Aufgabe regelmäßig wiederkehrt und jedes Mal ähnlich abläuft. Eine einfache Faustregel: Wenn Sie denselben Prompt zum dritten Mal schreiben, lohnt sich ein Assistent. Gute Kandidaten erkennen Sie an diesen Merkmalen:
- Die Aufgabe fällt mindestens wöchentlich an, oft bei mehreren Personen im Team.
- Eingang und Ergebnis haben eine feste Form, zum Beispiel Stichpunkte rein, fertiger Text raus.
- Sie wissen genau, wie ein gutes Ergebnis aussieht: Aufbau, Ton, Pflichtangaben und Formulierungen, die Sie nicht möchten.
- Das nötige Wissen passt in wenige Dokumente.
Weniger geeignet sind einmalige Aufgaben, Entscheidungen mit rechtlicher Tragweite und Fälle, die tagesaktuelle Daten aus Ihren Programmen brauchen. Dafür eignet sich eher eine Automatisierung, mehr dazu unter Prozessoptimierung mit KI.
Eigenen KI-Assistenten erstellen: Schritt für Schritt am Beispiel Exposé
Am Beispiel eines Exposé-Assistenten sehen Sie, wie Sie vorgehen. Die Schritte funktionieren bei allen Anbietern gleich, nur die Menüs heißen anders. Weitere Ideen für Maklerbüros finden Sie auf der Seite KI für Immobilienmakler.
Schritt 1: Aufgabe und Ergebnis festlegen
Beschreiben Sie zuerst in zwei Sätzen, was hineingeht und was herauskommen soll. Für den Exposé-Assistenten heißt das: Sie geben Stichpunkte aus der Objektaufnahme ein, der Assistent liefert einen Exposé-Text mit Überschrift, Einleitung und den Abschnitten Lage, Objekt, Ausstattung und Sonstiges. Angaben, die aus Unterlagen stammen sollten, etwa aus dem Energieausweis, markiert er als Platzhalter, statt sie zu schätzen.
Schritt 2: Die Anweisungen schreiben
Von den Anweisungen hängt am meisten ab. Mit fünf Bausteinen, die weiter unten genauer erklärt sind, könnten sie für das Exposé so aussehen:
Rolle: Texterin oder Texter für Exposés eines Maklerbüros im Ruhrgebiet.
Aufgabe: Aus Stichpunkten zu einer Immobilie einen vollständigen Exposé-Text erstellen.
Format: Überschrift mit höchstens 70 Zeichen, Einleitung in drei Sätzen, danach die Abschnitte Lage, Objekt, Ausstattung und Sonstiges. Fehlende Angaben als [FEHLT: …] kennzeichnen.
Ton: sachlich und einladend, Anrede „Sie“, keine Übertreibungen wie „traumhaft“ oder „einmalig“.
Grenzen: Keine Merkmale, Maße, Baujahre oder Preise erfinden. Nur die Stichpunkte und die hinterlegten Unterlagen verwenden. Die Immobilie beschreiben, nicht die Menschen, die dort wohnen sollen.
Beschreiben Sie konkret, was der Assistent tun soll, und legen Sie keine langen Verbotslisten an. Das empfiehlt auch OpenAI. Bei Microsoft dürfen die Anweisungen eines Agenten bis zu 8.000 Zeichen lang sein, meist genügt eine Seite.
Schritt 3: Beispiele und Vorlagen hinzufügen
Beispiele zeigen oft besser als jede Beschreibung, was Sie erwarten. Legen Sie zwei oder drei Ihrer besten Exposé-Texte bei, bereinigt um Namen, Adressen und andere persönliche Angaben, dazu eine kurze Liste mit erwünschten und unerwünschten Formulierungen. Auch Google rät bei Skills, konkrete Beispiele für die erwartete Ausgabe mitzugeben.
Schritt 4: Wissen hochladen
Als Wissen bzw. Projektdateien hinterlegen Sie Unterlagen, auf die der Assistent zurückgreifen soll: etwa Ihren Stilleitfaden, Textbausteine zu Ihren Leistungen und allgemeine Beschreibungen der Stadtteile, in denen Sie tätig sind. Gut lesbare Textdateien funktionieren besser als Dokumente mit komplexem Layout, darauf weist auch OpenAI hin. Nicht hinein gehören Eigentümer- und Interessentendaten, Grundbuchauszüge, Mieterlisten oder Verträge.
Schritt 5: Testen und nachschärfen
Testen Sie den Assistenten mit drei bis fünf echten, aber anonymisierten Fällen, bevor Sie ihn im Team nutzen. Beim Erstellen von GPTs, Gems und Copilot-Agenten gibt es dafür eine Vorschau bzw. Testansicht. Prüfen Sie jedes Ergebnis gegen die Unterlagen: Stimmen Wohnfläche, Zimmerzahl und Baujahr? Tauchen erfundene Merkmale auf? Wenn etwas nicht passt, verbessern Sie zuerst die Anweisungen oder ergänzen ein Beispiel. Heben Sie die Testfälle auf, dann können Sie nach jeder Änderung vergleichen.
Zwei weitere Beispiele
Angebotsassistent im Handwerk
Ein Elektro- oder SHK-Betrieb spricht nach dem Kundentermin seine Notizen ins Handy. Der Angebotsassistent macht daraus einen sauberen Angebotstext mit Leistungsbeschreibung in Ihren Worten und einer Liste offener Fragen an den Kunden.
In die Anweisungen gehören der Aufbau Ihrer Angebote, Ihre Fachbegriffe und der Ton, den Sie gegenüber Privat- und Gewerbekunden anschlagen. Als Wissen hinterlegen Sie Standard-Leistungsbeschreibungen und Textbausteine, aber keine Kundendaten. Preise und Mengen darf der Assistent nicht erfinden. Die Kalkulation bleibt in Ihrer Handwerkersoftware, der Assistent liefert nur den Text.
Weitere Anwendungsfälle zeigt die Seite KI im Handwerk.
Antwortassistent für Mieteranfragen
In einer Hausverwaltung kommen täglich ähnliche Anfragen herein: defekte Heizung, Fragen zur Nebenkostenabrechnung, verlorener Schlüssel. Der Antwortassistent ordnet die Anfrage ein und entwirft eine freundliche Antwort mit den nächsten Schritten.
Die Anweisungen beschreiben die Kategorien der Anfragen, Ihren Ablauf je Kategorie sowie Ton und Grußformel. Als Wissen dienen allgemeine Abläufe, Erreichbarkeiten und Musterantworten, Mieterlisten haben darin nichts zu suchen. Der Assistent gibt keine Rechtsauskünfte zum Mietrecht und sagt weder Kosten noch Fristen zu. Er schreibt nur Entwürfe, abgeschickt wird die Antwort von einem Menschen.
Mieter-E-Mails enthalten personenbezogene Daten. Ersetzen Sie Namen, Adressen und Wohnungsnummern durch Platzhalter und nutzen Sie ausschließlich eine Firmenlizenz. Mehr Beispiele unter KI in der Hausverwaltung.
Gute Anweisungen schreiben: Rolle, Aufgabe, Format, Ton, Grenzen
Die Qualität der Ergebnisse hängt stark von den Anweisungen ab. Diese fünf Bausteine helfen, nichts Wichtiges zu vergessen:
| Baustein | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Rolle | Als wer arbeitet der Assistent? | „Kundenservice einer Hausverwaltung“ |
| Aufgabe | Was genau soll er tun, mit welchem Eingang? | „Aus Aufmaß-Notizen einen Angebotstext erstellen“ |
| Format | Wie soll das Ergebnis aussehen? | Gliederung, Länge, Aufzählungen, Platzhalter für Fehlendes |
| Ton | Wie soll es klingen? | Anrede „Sie“, sachlich, freundlich, ohne Fachchinesisch |
| Grenzen | Was darf er nicht? Wann soll er nachfragen? | „Keine Preise erfinden, bei fehlenden Angaben nachfragen“ |
Dazu drei Tipps aus den Hilfeseiten der Anbieter:
- Gliedern Sie die Anweisungen mit Überschriften oder Aufzählungen und beschreiben Sie mehrstufige Abläufe nach dem Muster „Wenn X, dann Y“.
- Halten Sie die Anweisungen kurz und auf die eine Aufgabe bezogen.
- Lassen Sie sich helfen: ChatGPT, Gemini und Copilot können Anweisungen im Gespräch mit Ihnen entwerfen. Prüfen Sie den Entwurf trotzdem Zeile für Zeile.
Plattformen im Vergleich (Stand Oktober 2026)
Die Übersicht zeigt, wie drei große Anbieter eigene Assistenten umsetzen. Sie ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Werkzeug. Preise und Business-Tarife vergleicht der Artikel ChatGPT, Copilot oder Gemini?
| Merkmal | ChatGPT (OpenAI) | Gemini (Google) | Microsoft Copilot |
|---|---|---|---|
| Funktion | Projekte, Skills und Plugins, Workspace-Agenten; Custom GPTs werden eingestellt | Gems, künftig Skills | Agenten (Agent Builder) |
| Wer kann erstellen? | Projekte: alle angemeldeten Nutzer. Neue Custom GPTs laut OpenAI-Hilfe nur noch in Business, Enterprise und Edu. Skills: in diesen Tarifen allgemein verfügbar, privat als Beta | Gems: angemeldete Nutzer mit privatem Google-Konto oder Workspace-Konto. Skills: bisher nur private Konten ab 18 Jahren, Arbeitskonten folgen | Microsoft-365-Nutzer im Web oder in Teams; was ohne Copilot-Lizenz geht, hängt von Tarif und Admin-Einstellungen ab |
| So legen Sie los | Projekt anlegen, in den Projekteinstellungen Anweisungen eintragen, Dateien hinzufügen. Skills im Bereich Plugins, per Chat oder Editor | gemini.google.com → Gems → „Neues Gem“: Name, Anweisungen, unter „Wissen“ Dateien hinzufügen | Neuen Agenten anlegen, per Beschreibung oder manuell konfigurieren, in der Testansicht ausprobieren |
| Wissen und Dateien | Projekte: 5 Dateien (Free), 25 (Go, Plus) oder 40 (Pro, Business, Enterprise, Edu); Custom GPTs: bis 20 Dateien | Dateien vom Gerät oder aus Google Drive | Bis 20 hochgeladene Dateien, dazu SharePoint und OneDrive; Firmendaten nur mit Copilot-Lizenz oder nutzungsbasierter Abrechnung |
| Teilen im Team | Projekte in allen Tarifen teilbar, in Business und Enterprise auch mit Gruppen; Skills und Plugins im Workspace | Wie eine Drive-Datei (Betrachter oder Bearbeiter); bei Workspace gelten die Freigaberegeln des Admins | Mit Personen, Gruppen oder der ganzen Organisation; Admins können das Teilen einschränken |
| Was sich ändert | Custom GPTs sollen am 11.12.2026 abgeschaltet werden; Umzug zu Plugins, die Anweisungen werden zum Skill | Gems werden zu Skills migriert: private Konten im November 2026, Workspace-Konten von Unternehmen im März 2027 | Skills für Agenten derzeit nur als Vorschau für Teilnehmer des Frontier-Programms |
Quelle: Hilfeseiten der Anbieter, abgerufen am 07.10.2026 (siehe Quellenliste). Funktionen und Tarife ändern sich häufig, es gilt der aktuelle Stand beim Anbieter.
Datenschutz: Was nicht in den Assistenten gehört
Ein Assistent ist schnell gebaut und schnell geteilt. Legen Sie deshalb vorher drei Regeln fest.
1. Keine personenbezogenen Daten hochladen
Wissensdateien stehen allen zur Verfügung, die den Assistenten nutzen dürfen. Laut Google sind Anweisungen und Dateien eines geteilten Gems für alle Nutzer mit Zugriff einsehbar, laut Microsoft hat jeder mit Zugriff auf einen Agenten auch Zugriff auf die Informationen in dessen hochgeladenen Dateien. Laden Sie deshalb keine Kunden-, Mieter- oder Personaldaten hoch und arbeiten Sie mit Platzhaltern.
2. Nur mit Firmenlizenz arbeiten
Nutzen Sie für Firmenaufgaben ein Firmenkonto mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung, keine privaten Konten. Inhalte aus ChatGPT Business und Enterprise verwendet OpenAI standardmäßig nicht zum Training, bei privaten Konten dagegen schon, wenn die Einstellung zur Modellverbesserung aktiv ist. Mehr dazu im Artikel ChatGPT und Datenschutz.
3. Assistenten im Team freigeben
Legen Sie fest, wer Assistenten für das Team erstellen darf und wer sie vor dem Teilen prüft. Führen Sie eine kurze Liste: Welche Assistenten gibt es, wer pflegt sie, welche Dateien stecken darin? In den Business-Tarifen steuern Administratoren das Teilen über Rollen und Berechtigungen. Diese Regeln gehören in Ihre KI-Richtlinie.
Grenzen: Halluzinationen und Prüfpflicht
Auch der beste Assistent kann Fakten erfinden. Fachleute sprechen von Halluzinationen: Der Text klingt überzeugend, ist aber falsch. Microsoft schreibt in seiner Dokumentation, dass KI-Antworten nicht garantiert zu 100 % korrekt sind und vor der Weitergabe geprüft werden sollten. Wissensdateien senken dieses Risiko, schließen es aber nicht aus. Daraus folgen drei Regeln:
- Alles, was an Kunden, Behörden oder die Öffentlichkeit geht, liest vorher ein Mensch gegen. Beim Exposé sind das vor allem Zahlen und Merkmale.
- Der Assistent kennt nur, was in seinen Dateien steht oder was er im Web findet. Jeder Assistent braucht deshalb eine Person, die Preislisten und Textbausteine aktuell hält.
- Bewahren Sie Anweisungen, Beispiele und Wissensdateien zusätzlich in einem eigenen Ordner auf. Wie schnell sich Formate ändern, sehen Sie gerade an Custom GPTs und Gems. Mit einer eigenen Kopie ziehen Sie zügig um.
Antwortet ein Assistent direkt Ihren Kunden, etwa als Chatbot auf der Website, kommen Transparenzpflichten nach Art. 50 der KI-Verordnung hinzu, zum Beispiel der Hinweis, dass Kunden mit einer KI kommunizieren. Mehr dazu unter KI sicher und rechtskonform nutzen.
Checkliste: So starten Sie
- Eine wiederkehrende Aufgabe auswählen, die mindestens wöchentlich anfällt.
- Zwei bis drei gelungene Beispiele sammeln und anonymisieren.
- Anweisungen nach Rolle, Aufgabe, Format, Ton und Grenzen schreiben.
- Nur unbedenkliche Unterlagen als Wissen hochladen.
- Mit drei bis fünf echten Fällen testen und nachschärfen.
- Im Team freigeben, eine verantwortliche Person benennen und eine Kopie der Anweisungen sichern.
Im Themen-Workshop „Eigene KI-Assistenten bauen“ (249 € zzgl. USt (296,31 € brutto) pro Person) bauen Sie den ersten Assistenten gemeinsam mit uns, für eine Aufgabe aus Ihrem Betrieb. Alle Formate finden Sie unter KI-Workshops und Schulungen.
Stand: Oktober 2026.
Quellen
- OpenAI Help Center: Creating and editing GPTs (abgerufen am 07.10.2026)
- OpenAI Help Center: FAQ zur Einstellung und Migration individueller GPTs (abgerufen am 07.10.2026)
- OpenAI Help Center: Projects in ChatGPT (abgerufen am 07.10.2026)
- OpenAI Help Center: Skills in ChatGPT (abgerufen am 07.10.2026)
- OpenAI Help Center: Plugins in ChatGPT (abgerufen am 07.10.2026)
- Gemini-Apps-Hilfe: Gems in Gemini-Apps verwenden (abgerufen am 07.10.2026)
- Gemini-Apps-Hilfe: Gems über Gemini-Apps teilen (abgerufen am 07.10.2026)
- Gemini-Apps-Hilfe: Umstellung von Gems auf Skills (abgerufen am 07.10.2026)
- Microsoft Learn: Build agents in Agent Builder (Stand 30.09.2026)
- Microsoft Learn: Add knowledge sources to an agent in Agent Builder (Stand 30.09.2026)
- Microsoft Learn: Share and manage agents built in Agent Builder (Stand 30.09.2026)
- Microsoft Learn: Agent capabilities and licensing models (Stand 30.09.2026)
- Microsoft Learn: Data, Privacy, and Security for Microsoft Copilot (Stand 09.07.2026)
- Europäische Kommission: Leitlinien zu den Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-Verordnung (20.07.2026)
Fragen zu Custom GPT, Gem & Co.
- Ein Custom GPT ist eine angepasste Version von ChatGPT mit festen Anweisungen, optionalen Wissensdateien und ausgewählten Funktionen. OpenAI plant, Custom GPTs am 11. Dezember 2026 abzuschalten, und empfiehlt den Umzug zu sogenannten Plugins. Laut OpenAI-Hilfe können private Konten (Free, Go, Plus, Pro) schon jetzt keine neuen GPTs mehr erstellen, in Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces ist es je nach Einstellung noch möglich.
- Neue Custom GPTs lassen sich mit kostenlosen und privaten ChatGPT-Konten laut OpenAI nicht mehr anlegen. Kostenlos möglich sind zum Beispiel Projekte in ChatGPT (im Free-Tarif mit bis zu fünf Dateien je Projekt) oder Gems mit einem Google-Konto. Für Firmenaufgaben sollten Sie trotzdem eine Firmenlizenz nutzen, weil dort andere Datenschutzbedingungen gelten.
- Im Kern sind alle drei dasselbe: gespeicherte Anweisungen plus Wissen für eine wiederkehrende Aufgabe, nur bei verschiedenen Anbietern. Gems gehören zu Google Gemini, Custom GPTs zu ChatGPT und Agenten zu Microsoft Copilot. Unterschiede gibt es bei Dateilimits, beim Teilen im Team und bei den Lizenzbedingungen. OpenAI und Google stellen ihre bisherigen Formate gerade auf Plugins bzw. Skills um.
- Personenbezogene Daten wie Kunden-, Mieter- oder Personaldaten gehören nicht in die Wissensdateien eines Assistenten. Wer Zugriff auf einen geteilten Assistenten hat, kann je nach Anbieter die hochgeladenen Dateien einsehen oder Antworten daraus erhalten. Arbeiten Sie mit Platzhaltern und nutzen Sie für Firmenaufgaben nur Firmenlizenzen mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Ob eine konkrete Verarbeitung zulässig ist, klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung.
- Nein. Anweisungen, Beispiele und Wissensdateien richten Sie in normaler Sprache ein. ChatGPT, Gemini und Copilot haben dafür Formulare oder einen Chat-Modus, der die Anweisungen mit Ihnen entwirft. Technisches Wissen brauchen Sie erst, wenn der Assistent über Schnittstellen mit anderer Software zusammenarbeiten soll.
- OpenAI bietet eine Migration von GPTs zu Plugins an: Anweisungen und Wissensdateien werden übernommen, eigene Aktionen und Freigabeeinstellungen aber nicht. Google stellt Gems automatisch auf Skills um, bei privaten Konten ab November 2026, bei Workspace-Konten von Unternehmen ab März 2027. Sichern Sie Anweisungen und Dateien zusätzlich in einem eigenen Dokument und testen Sie den Ersatz mit bekannten Aufgaben.
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